100 Studien, die nachweisen, dass Cannabis Krebs heilt


 

Erstmalig Cannabidiol (CBD) an Krebspatienten erfolgreich getestet – Wirkung bei 92% Teilnehmer!


Können Cannabidiol oder andere Wirkstoffe von Cannabis Krebs heilen? Diese Frage wird unter Therapeuten und Betroffenen immer häufiger diskutiert.

 

Die Wirkung von Cannbidiol auf Krebszellen

Bisher wurden vor allem die krebswidrigen Eigenschaften eines anderen Cannabinoids untersucht: von THC (Tetrahydrocannabinol). Nach anfänglich guten Ergebnissen aus in-vitro-Studien wurde THC schließlich 2016 bei Patienten mit Glioblastom (bösartiger Hirntumor) getestet. Die Ergebnisse waren leider nicht eindeutig, was auch an der verwendeten Dosierung liegen kann.(1)

Im Unterschied zu THC ist CBD nicht psychoaktiv und wird deutlich besser vertragen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass der Konsum von CBD nicht abhängig macht und keine nennenswerten Nebenwirkungen mit sich bringt.(2) Wechselwirkungen von CBD sollten bei der Therapie jedoch berücksichtigt werden.

CBD kann den Stoffwechsel von Krebszellen empfindlich stören. Zellkulturstudien zeigen, dass CBD die zellinterne Kommunikation erschwert, indem es auf diverse Signalwege (PI3K/AKT/mTOR und ERK) einwirkt. Diese Signalwege sind wichtig für das Überleben der Zelle, besonders wenn sie durch andere Krebstherapien wie Chemotherapie oder Strahlentherapie angegriffen wird. Auf diesem Weg kann CBD die Effektivität von Chemotherapien und Strahlentherapien steigern. Verschiedene Studien belegen dies.(3)(4)(5)

 

 

Die Studie: synthetisches Cannabidiol bei Krebspatienten

Im September 2018 wurde eine neue Studie veröffentlicht, die die Wirkung von synthetischem CBD bei Krebspatienten untersucht hat.(6) Die Forscher werteten hierfür 119 Fälle von Krebspatienten, die CBD als Therapie einsetzten, aus. Die meisten davon hatten bereits Metastasen. 28 davon setzten CBD als alleinige Therapie ein. Die Patienten erhielten eine 5 %-ige ölige Cannabidiollösung. Ein Tropfen dieser Lösung enthält 1 mg CBD. Die normale Dosierung betrug während der Studienzeit zweimal täglich 10 mg CBD. Bei schweren Fällen wurde diese auf zweimal 30 mg CBD gesteigert. Die Patienten nahmen CBD für mindestens sechs Monate ein, die meisten deutlich länger.

Bei einzelnen Patienten kam es während der Therapie mit Cannabidiol zu beachtlichen Ergebnissen. Der aufsehenerregendste Fall war ein fünfjähriges Kind mit einem sehr seltenen Hirntumor. Bisherige Behandlungsversuche mit konventionellen Therapien waren erfolglos geblieben. Während der Studienzeit nahm der Junge nur CBD zu sich. Die Tumormasse nahm gleichzeitig um 60 Prozent ab.

Cannabidiol ist ein Kandidat für die Therapie von Patienten mit Brustkrebs oder Glioblastomen

Die Autoren der Studie haben die Wirkung von CBD bei verschiedenen Krebsarten untersucht. Bei 92 Prozent der Patienten konnten sie eine Wirkung beobachten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass alle Patienten geheilt wurden oder dass die beobachtete Wirkung bei allen Teilnehmern zu einem signifikanten Rückgang der Erkrankung oder deren Beschwerden führte. 26 Teilnehmer verstarben während der Studie. Die Autoren sind jedoch optimistisch:

Cannabidiol ist ein potentieller Kandidat für die Therapie vor allem von Patienten mit Brustkrebsoder Glioblastomen. Besonders dann, wenn konventionelle Therapie erfolglos blieben. Wichtig: CBD ist bei Brustkrebs und Glioblastomen und allen anderen Krebsformen keine Alternative zur herkömmlichen Krebstherapie. Weitere Studien, die den Effekt von CBD auf Krebspatienten untersuchen, sind wünschenswert, um die Wirkung von CBD als potentielles Krebsmedikament besser zu beurteilen.

 100 % Bio-CBD-Öl aus nachhaltigem, ökologischem Anbau. Dabei werden KEINE Pestizide, Insektizide oder Herbizide verwendet. Alle hier aufgezählten Öle sind THC-frei und nicht psychoaktiv. Sie sind ohne Zusatz von Farbstoffen, Konservierungsmitteln oder künstlichen Aromen, geeignet für Veganer und Vegetarier. Das CBD-Öl wird mittels CO2-Extraktion gewonnen, was das schonendste Verfahren darstellt. Außerdem bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe im Extrakt enthalten. Es handelt sich um sogenannte Vollspektrum-Produkte, was bedeutet, dass alle Inhaltsstoffe der Hanfpflanze darin enthalten sind.


CBD bei Krebs anwenden: das können Sie tun

Die Wirkstoffe von Cannabis, die sogenannten Cannabinoide, sind als Behandlungsoptionen von Beschwerden und Nebenwirkungen, die während einer Krebstherapie auftreten, akzeptiert. Bei Tumorschmerzen oder Übelkeit wird der Kostenübernahme von Cannabis von Seiten der Krankenkasse meist zugestimmt. Bei der Krankenkasse kann auch die Kostenübernahme von Cannabidiol (CBD) beantragt werden. Dies kann vor allem bei schweren Verläufen sinnvoll sein.

Als Krebsmedikamente sind weder THC noch CBD anerkannt. Eine Behandlung mit CBD kann jedoch bei schweren Verläufen, bei denen die konventionelle Therapie nicht oder nicht ausreichend anschlägt, eine Option sein.

  • Besprechen Sie zunächst mit Ihrem behandelnden Arzt/Onkologen, wenn Sie eine Therapie mit CBD machen wollen. Wenn er das für sinnvoll hält, kann er Ihnen Rezept für eine ölige Cannabidiol-Lösung 50 mg/ml (NRF 22.10.) ausstellen. Wenn Ihre Krankenkasse bereits die Kostenübernahme für Cannabis bewilligt hat, bringen Sie das Rezept zur Apotheke. Die Apotheke soll vor der Herstellung der Rezeptur bei der Krankenkasse nachfragen, ob die Kosten übernommen werden. Alternativ können Sie selbst bei der Krankenkasse nachfragen. Am besten, Sie bekommen die Zustimmung schriftlich. Wenn noch keine Kostenübernahme vorliegt, muss diese beantragt werden.
  • Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Cannabidiol nicht, kann der Arzt Ihnen ein Privatrezept für die ölige Cannabidiol-Lösung 50 mg/ml (NRF 22.10.) schreiben. Die Apotheke stellt die Lösung dann her, die Kosten hierfür müssen dann jedoch Sie tragen.
  • Alternativ sind freiverkäufliche CBD-Produkte wie CBD-Öle oder CBD-haltige Nutzhanftees eine Option. Diese enthalten nicht – wie in der Studie verwendetes – synthetisches, sondern meist natürliches CBD. Besprechen Sie sich aber mit Ihrem Arzt, bevor Sie diese einnehmen.

Wirkstoffe im Hanf: Rostocker Pharmakologen entdecken neue Mechanismen der Anti-Krebs-Wirkung


CBD gegen Nebenwirkungen in der Krebstherapie

Die verschiedenen Krebstherapien haben zum Teil gravierende Nebenwirkungen, die von Schwindel über Durchfall und Übelkeit bis hin zu Erschöpfungszuständen, Schlaflosigkeit und Symptomen von Demenz reichen. Neben der Krebserkrankung selbst ist der ohnehin schon geschwächte Körper gefordert, auch noch mit diesen Begleiterscheinungen fertig zu werden. Cannabis hat sich als schnelle und wirksame Hilfe gegen die typischen Nebenwirkungen einer schulmedizinischen Krebstherapie erwiesen.

Mittlerweile liegen dazu auch entsprechende Studien vor. Im Rahmen einer Studie, die Gewichtszunahme von Krebspatienten untersucht hat, wurden pro Tag 0,1 mg Cannabiswirkstoff pro kg Gewicht verabreicht. Bei 16 von 34 Patienten wurde eine durchaus signifikante Gewichtszunahme gegenüber der Gruppe, die Placebo erhalten hatte, verzeichnet. Eine Kontrollstudie bestätigte das Ergebnis. 13 von 18 Teilnehmern, die über den Zeitraum von einem Monat dreimal am Tag 2,5 mg Cannabiswirkstoffe erhielten, bemerkten einen gesteigerten Appetit und dadurch bedingt auch eine Gewichtszunahme.

Übelkeit und Erbrechen werden ebenfalls durch die Gabe von Wirkstoffen wie THC und CBD unterdrückt. Wird die Schleimhaut im Mund durch Chemo- oder Strahlentherapie geschädigt, kann Cannabidiol die entzündete Mundflora beruhigen und Schmerzen lindern. Schlafstörungen. Ängste und Depressionen sind häufige Begleiter bei Krebs. Cannabidiol erhöht Serotonin und Glutamat im Gehirn, was zur Anhebung der Stimmung führt. 30 mg pro Tag helfen laut einer Studie mit 50 Teilnehmern gegen Ängste und negative Gedanken.

Im Frühstadium der Erkrankung scheint die ergänzende Einnahme von Mitteln wie Cannabisöl den Appetit eher anzuregen als in der späteren Verlaufsphase. Im Stadium III der Erkrankung konnte bislang keine Zunahme mehr beobachtet werden.                                                                                                             Eine gute Alternative zu THC-haltigen Mitteln sind Öle mit CBD: Im Gegensatz zu THC wirkt CBD oder Cannabidiol nicht psychoaktiv und ist somit überhaupt nicht von irgendwelchen Gesetzen und Beschränkungen betroffen. CBD wird als Medizin, als Nahrungsergänzungsmittel und als Kosmetikprodukt, in der Regel in Ölform, eingenommen. Gemäß § 2(3) des Deutschen Arzneimittelgesetzes handelt es sich bei CBD nicht um ein Arzneimittel , sondern um einen pflanzlichen Rohstoff, der bei der Förderung der Ernährung zum Einsatz kommt, die Kosten werden in diesem Falle, auch bei einer Krebsbehandlung, nicht von der Krankenkasse erstattet.

Manche Ärzte planen die Einnahme von CBD mit dem Patienten zusammen, andere Erkrankte suchen auf eigene Faust nach Ergänzungen zur schulmedizinischen Therapie. Das Öl wird aus Hanfsorten hergestellt, die wenig bis keinen THC-Gehalt aufweisen. Es hat eine anti entzündliche, antidepressive und krampflösende Wirkung, was es für die Behandlung von mit Krebs verbundenen Nebenwirkungen prädestiniert.



Dosierung von CBD bei Krebs

In Ölform ist es leicht, die tägliche Dosis Cannabidiol einzunehmen. Die Basis des Cannabidiolöls besteht aus einer hochdosierten CBD-haltigen Paste, die aus der Hanfpflanze extrahiert wird. Diese Paste wird zusammen mit Hanf- oder Olivenöl raffiniert und so zur Einnahme aufbereitet. Die Fläschchen sind in der Regel mit einer Pipette versehen, was die Dosierung sehr leicht macht. Cannabidiol kann so direkt unter die Zunge geträufelt oder mit Speisen verabreicht werden. Die Empfehlung einer Dosierung ist schwierig, denn die Behandlung mit CBD ist individuell und hängt ab von der Person und dem Krankheitsbild.

Die auf dem Markt erhältlichen CBD Öle haben eine ganz unterschiedliche Zusammensetzung an CBD und THC. Mehr CBD und weniger THC muss nicht automatisch besser als die umgekehrte Variante sein. Um herauszufinden, wie man auf das Öl reagiert, ist der Beginn mit einer niedrigen Dosis empfehlenswert. Kleine Dosen über den Tag verteilt sind besser als eine große. Cannabinoid hat biphasische Eigenschaften, was bedeutet, dass eine hohe Dosis CBD weniger wirkungsvoll sein kann als eine niedrige.

Die Wahl der Cannabinoide im Öl und ihr Verhältnis zueinander hängt letztendlich auch vom Krankheitsbild ab,bei Krebs ist ein höherer Anteil an THC in der Mischung durchaus sinnvoll, stellt sich aber aufgrund der Gesetzeslage schwieriger dar. [2]




Quellennachweise:

(1) Guzmán M, Duarte MJ, Blázquez C, Ravina J, Rosa MC, Galve- Roperh I, Sánchez C, Velasco G and González-Feria L: A pilot clinical study of Delta9-tetrahydrocannabinol in patients with recurrent glioblastoma multiforme. Br J Cancer 95: 197-203, 2006.

(2) WHO Online Q&A. Cannabidiol (compound of cannabis) December 2017. http://www.who.int/features/qa/cannabidiol/en/ (accessed March 2018)

(3) Massi P, Solinas M, Cinquina V and Parolaro D: Cannabidiol as potential anticancer drug. Br J Clin Pharmacol 75: 303-312, 2013.

(4) Scott KA, Dalgleish AG and Liu WM: Anticancer effects of phytocannabinoids used with chemotherapy in leukaemia cells can be improved by altering the sequence of their administration. Int J Oncol 51: 369-377, 2017.

(5) Scott KA, Shah S, Dalgleish AG and Liu WM: Enhancing the activity of cannabidiol and other cannabinoids in vitro through modifications to drug combinations and treatment schedules. Anticancer Res 33: 4373-4380, 2013.

(6) Kenyon J, Liu W, Dalgleish A. Report of Objective Clinical Responses of CancerPatients to Pharmaceutical-grade Synthetic Cannabidiol. Anticancer Res. 2018
Oct;38(10)

 

Quelle: 

[1] Naturheilkunde-Krebs
[2] Cannabis-oel.net



Bei diesen Krankheiten hilft Cannabis

https://hanfinstitut.at/wp-content/uploads/2018/04/hanfinstitut_medizinische-indikationen.pdf

Wissenschaftliche Studien zu Cannabinoiden und ihren Auswirkungen auf Krankheiten


Studien nach Krankheitstypen



 

Das Endocannabinoidystystem: CBD im menschlichen Körper

Phytocannabinoide sind – wie im Namen bereits enthalten – pflanzliche Cannabinoide. Der menschliche Körper verfügt über ein System, das es ihm erlaubt, diese Stoffe aufzunehmen und zu verarbeiten, sodass sie ihre Wirkung entfalten können. Dieses System heißt Endocannabinoidsystem (ECS). Es besteht aus einer Vielzahl von Rezeptoren, wobei die beiden bekanntesten die Cannabinoid-bindenden Rezeptoren CB1 und CB2 sind. Bei Rezeptoren handelt es sich um Proteine oder Proteinkomplexe, die es unterschiedlichen Molekülen erlauben, sich an sie zu binden. Durch eine solche Bindung kommt es zur Signalübertragung, die wiederum im Körper zu bestimmten Reaktionen führt.

In unserem Organismus werden auch Cannabinoide hergestellt. Sie heißen Endocannabinoide, da sie innerhalb des Körpers von diesem selbst produziert werden. Phytocannabinoide dagegen sind nicht endogen, sondern exogen – sie kommen von außerhalb des Körpers, nämlich von der Cannabispflanze. Beide Arten von Cannabinoiden sind sich sehr ähnlich und haben deshalb fast identische Effekte auf den menschlichen Körper.

Allerdings verhalten sich verschiedene Cannabinoide (egal ob exogen oder endogen) unterschiedlich an den jeweiligen Rezeptoren. Es gibt Cannabinoide, die direkt an den Rezeptor binden. Dabei handelt es sich um sogenannte Agonisten. Die Agonisten haben aber auch Gegenspieler, also Cannabinoide, welche die Rezeptoren blockieren. Das sind die Antagonisten. Bei der Cannabispflanze wirken THC und CBD als Gegenspieler. CBD hemmt zum Beispiel die appetitanregende und high-machende Wirkung des THCs. Je weniger CBD sich also in einem Cannabis-Produkt befindet, desto mehr entfaltet das THC seine Wirkung – und andersherum natürlich auch.

Forscher vermuten, dass es neben den CB1- und CB2-Rezeptoren noch weitere Rezeptoren im ECS gibt. Darüber ist allerdings noch nicht besonders viel bekannt. Fest steht aber bereits, dass CB1-Rezeptoren vor allem im zentralen und im peripheren Nervensystem auftreten, während sich CB2-Rezeptoren am liebsten in Immunzellen tummeln. CBD wirkt nicht nur auf die beiden CB-Rezeptoren, sondern auch auf eine nicht unbeachtliche Zahl anderer Rezeptoren. Da die Funktionen der mit CBD interagierenden Rezeptoren so unterschiedlich und vielfältig sind, kann davon ausgegangen werden, dass wir künftig noch einige positive Medizin-News in Sachen CBD hören werden.

CBD wirkt auf verschiedene Rezeptoren

Anhand von Studien wurde bereits festgestellt, dass CBD sich zur Behandlung der unterschiedlichsten Erkrankungen physischer und psychischer Natur eignet. Die Erkenntnisse sind deshalb so wichtig, weil sie darauf hindeuten, dass einem Ungleichgewicht der endogenen Cannabinoide im Körper durch die Gabe von exogenen Cannabinoiden entgegengewirkt werden kann. Eine solche Schieflage entsteht durch und begünstigt Erkrankungen und psychische Probleme.

CBD bindet sich nicht besonders gut an CB1- und CB2-Rezeptoren, aktiviert dort aber verschiedene Prozesse. Auch mit Rezeptoren außerhalb des ECS interagiert CBD und hemmt oder verstärkt bestimmte Aktivitäten, die eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben. Im Folgenden werden einige Beispiele CBD-akzeptierender Rezeptoren aufgelistet – ohne Anspruch auf Vollständigkeit, da die Wissenschaft noch lange nicht alles über CBD und dessen Wirkweise im menschlichen Körper weiß.

CB1- und CB2- Rezeptoren: CBD gegen Schmerzen, Psychosen, Schizophrenie und Übergewicht

Am CB1-Rezeptor hemmt CBD verschiedene Effekte von THC. Eine steigende Herzfrequenz wird von CBD damit genauso unterbunden, wie eine Zunahme des Appetits. Als Appetitzügler könnte CBD also gut zur Behandlung von Übergewicht eingesetzt werden. Außerdem ist CBD an den CB1- und CB2-Rezeptoren dafür zuständig, dass das Schmerzempfinden vermindert wird. Es schützt die Nervenzellen und sorgt für Knochenwachstum. Da CBD außerdem die Fettsäureamid-Hydorlase (bekannt auch als Anandamid-Amidohydrolase) hemmt, baut der Körper das Endocannabinoid Anandamid langsamer ab. Anandamid begünstigt eine effektivere Wundheilung. Einen positiven Effekt hat eine vermehrte Konzentration dieser Verbindung auch auf Psychosen und Schizophrenie. Diese werden in ihrem Verlauf durch die Einnahme von CBD abgeschwächt.

TRPV-1-Rezeptoren: CBD gegen Entzündungen

Da CBD an den Vanilloid-Rezeptor TRPV-1 bindet, hat das Cannabinoid dort das Potenzial, Entzündungen einzudämmen sowie die Körpertemperatur zu regulieren. Da der TRPV-1-Rezeptor auch am Schmerzempfinden beteiligt sein soll, kann Cannabidiol hier ebenfalls seine schmerzlindernde Wirkung entfalten. Am Vanilloid-Rezeptor Typ 1 ist die Wirkweise von CBD in etwa vergleichbar mit der von Capsaicin, welches in einigen Paprikasorten für die Schärfe sorgt.

TRPV-2-Rezeptoren: CBD gegen Hirntumore

Cannabidiol interagiert auch mit dem Vanilloid-Rezeptor Typ 2. Vieles deutet darauf hin, dass es somit eine Rolle bei der Wachstumshemmung von Hirntumor-Zellen spielt. CBD soll einen Mechanismus in Gang setzen, der eine Zellzerstörung (genannt Autophagie) veranlasst und somit den Tumor angreift.

Adenosin-Rezeptoren: CBD gegen Angst und Muskelspannung sowie für bessere Durchblutung und Gedächtnisleistung

Am Adenosin-Rezeptor entfaltet CBD ebenfalls seine Wirkung. Dort verstärkt es die Signalgebung des Adenosins. Dieses blockiert im Gehirn die Ausschüttung von Neurotransmittern wie Glutamat, Dopamin, Acetylochlin und Noradrenalin. Dadurch erweitern sich unter anderem die Blutgefäße. Der Blutfluss im und ums Herz wird genauso wie der Sauerstoffverbrauch im Herzmuskel reguliert und die Funktionen der Herzkranzgefäße werden ins Gleichgewicht gebracht. Adenosin hilft auch gegen Angstsymptome wie etwa angespannte Muskeln und Atemnot.

Durch die Regulierung bestimmter Neurotransmitter mit Hilfe von Adenosin, schreiben Wissenschaftler dem Cannabidiol schlaffördernde Eigenschaften zu. Zudem soll es die Aufmerksamkeit und die Gedächtnisleistung verbessern und für harmonischere Bewegungsabläufe sorgen. Allerdings ist noch nicht klar, wann CBD genau an den Adenosin-Rezeptoren wirkt. Tierversuche ergaben, dass die Wirkung nur ab und zu eintritt – welche Faktoren dabei eine Rolle spielen, gilt es noch zu erforschen.

Serotonin-5-HT1A-Rezeptoren: CBD gegen Suchtprobleme, Übelkeit und Parkinson

Am Serotonin-5-HT1A-Rezeptor hat Cannabidiol ein großes Wirkpotenzial gegen die Parkinson-Krankheit, auch die antischizophrene Wirkweise kommt hier wieder zur Geltung. Da Serotonin eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Angst und Depressionen sowie anderer psychischer Erkrankungen spielt, gehen Forscher davon aus, das der Einsatz von CBD hier ebenfalls einen positiven Effekt hat.
Darüber hinaus lässt sich am Serotonin-5-HT1A-Rezeptor eine Wirkung gegen verschiedene Süchte erzielen. Übelkeit und Erbrechen werden durch Aktivitäten an diesem Rezeptor auch beeinflusst, genauso die Schmerzwahrnehmung, Schlafstörungen und der Appetit. Positiv soll sich CBD auf das Lernen sowie die allgemeine Stimmung auswirken.

Glycerin-Rezeptoren: CBD gegen chronische Schmerzen

Studien haben ergeben, dass die Glycerin-Rezeptoren eine Rolle bei der Unterdrückung chronischer Schmerzen spielen. Da diese Rezeptoren vermehrt in Nervenzellen zu finden sind, sorgen sie nach Aktivierung für eine verminderte Erregbarkeit der Nerven. Cannabidiol interagiert mit Glycerin-Rezeptoren, könnte deshalb also durchaus zur Minderung chronischer Schmerzen zum Einsatz kommen.

GPR-Rezeptoren: CBD für bessere Knochen und Blutdruckregulation

Bei den GPR-Rezeptoren handelt es sich um G-Protein-gekoppelte Rezeptoren. Der GPR55-Rezeptor hat den Beinamen „Waisenrezeptor“, da er bisher noch keiner heute bekannten Rezeptorenfamilie zugeordnet werden konnte. Einige Wissenschaftler nehmen an, dass er ein Teil des ECS ist. Er wird daher als atypischer Cannabinoid-Rezeptor bezeichnet. GPR55-Rezeptoren sind hauptsächlich im Gehirn zu finden, dort wiederum vornehmlich im Zerebellum, und sorgen für mehr Knochendichte und die Regulation des Blutdrucks. Wenn jemand unter Osteoporose leidet, könnte eine vermehrte Aktivität an diesen Rezeptoren ein Hinweis auf die Krankheit sein. Da CBD mit den GPR55-Rezeptoren interagiert, besteht die Möglichkeit, dass es einen Effekt auf stärkere Knochen und einen ausbalancierten Blutdruck haben könnte.

In diesem Zusammenhang wird auch darauf verwiesen, dass GPR55-Rezeptoren am Wachstum von Krebs beteiligt sind. Studien haben ergeben, dass CBD die von den Rezeptoren ausgehenden Signale hemmt und damit das Wachstum der Tumorzellen einschränkt.

CBD interagiert überdies mit anderen atypischen Cannabinoid-Rezeptoren, wie etwa dem GPR18-Rezeptor. Dieser ist ebenfalls an der Steuerung des Blutdrucks sowie an verschiedenen Immunfunktionen beteiligt. Mittlerweile ist ein dritter atypischer Cannabinoid-Rezeptor bekannt, der GPR19-Rezeptor. Über dessen Funktionsweise weiß die Forschung bislang allerdings so gut wie gar nichts.

Acetylcholin-Rezeptoren: CBD für leichteres Lernen

Die Interaktion zwischen Cannabidiol und den Acetylcholin-Rezeptoren lässt darauf schließen, dass das Cannabinoid positive Einflüsse auf die Gedächtnisleistung und somit auf verschiedene Lernprozesse hat. Auch am Nikotinkonsum sind diese Rezeptoren beteiligt. Es wird deshalb angenommen, dass CBD beim Kampf gegen die Sucht hilfreich ist. Zudem gibt es auch hier Hinweise, dass CBD der Metastasierung von Krebszellen entgegenwirkt.

Dopamin-Rezeptoren: CBD gegen Psychosen

Bekannt ist der Dopamin-Rezeptor für seinen Einfluss auf Psychosen und Schizophrenie. CBD stellt einen Agonist zu diesem Rezeptor dar und sorgt damit für eine antipsychotische Wirkung. In der Forschung machen sich Wissenschaftler diese Erkenntnis zunutze, um Medikamente auf CBD-Basis gegen Schizophrenie zu entwickeln.

Opiod-Rezeptoren: CBD als Ausstiegsdroge

Da CBD an den Opiod-Rezeptoren wirkt, deutet einiges darauf hin, dass das Cannabinoid als Ausstiegsdroge, nämlich zur Bekämpfung von Süchten wie etwa der Heroinsucht dienen kann. Viele Junkies greifen vermehrt zu Cannabis, wenn sie sich im Entzug befinden. Es lindert nicht nur die Schmerzen, sondern soll auch das Verlangen nach Heroin und anderen Opiaten verringern, da es hemmend an den Opiod-Rezeptoren wirk.

CBD schützt Zellen als Antioxidant

CBD gilt – wie andere Cannabinoide – als Antioxidant. Schädigungen im menschlichen Körper, die beispielsweise durch das Nervengift Wasserstoffperoxid verursacht werden, lassen sich mindestens genauso gut mit Cannabidiol vorbeugen wie mit Vitamin C oder Vitamin D. Dabei fängt CBD die freien Radikale solcher Nerven schädigenden Substanzen ein und hält sie somit von ihrer zerstörerischen Arbeit ab. Deshalb kann CBD vor müder Haut, Krampfadern, Augenproblemen, Schlaganfällen, Demenz, Gelenkproblemen, Krebs und anderen Krankheiten schützen, die durch geschädigte Zellen entstehen können.

Forschung noch jung: CBD hat Potenzial

Obwohl schon seit einiger Zeit an Cannabis und dessen Wirkstoffen geforscht wird, weiß man heute noch relativ wenig über die genauen Wirkweisen von CBD. Offenbar gibt es viele verschiedene Anlaufstellen für das Cannabinoid im menschlichen Körper. Einiges deutet darauf hin, dass CBD sich auf vielerlei Weise positiv auf die Gesundheit auswirkt – einiges wurde bereits durch stichhaltige Studien belegt. In Zukunft ist wohl zu erwarten, dass weitere Studien über CBD für zahlreiche – vielleicht sogar bahnbrechende – medizinische Erkenntnisse sorgen werden. Momentan gibt es nur wenige Medikamente, die auf CBD-Basis entwickelt wurden, was an den mangelnden Forschungsergebnissen liegt. Nicht-rezeptpflichtige CBD-Präparate sind aber jetzt schon (oder vielleicht noch, da das gesundheitsfördernde Potenzial noch nicht vollständig erforscht und CBD noch nicht zur medizinischen Goldgrube deklariert wurde) für jedermann frei erhältlich. Wer sich selber mit CBD-Produkten etwas Gutes tun will, sollte darauf achten, dass diese in guter, geprüfter Qualität, am besten in Bioqualität, hergestellt wurden und auf ein beratendes Gespräch mit einem fachkundigen Arzt im Vorfeld nicht verzichten.